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Altenpfleger/in |

Von der Praktikantin zur Praxisanleiterin

Dass Katja Butterweck in der Altenpflege landen würde, hätte sie vor ein paar Jahren nicht gedacht. Die Ausbildung zur Altenpflegerin hat sie nicht bereut. Der Beruf passt einfach perfekt zu ihr.

© Uwe Jesiorkowski

Name: Katja Butterweck
Alter: 26
Beruf: Altenpflegerin
Arbeitgeber: Seniorenzentrum Margarethenhöhe
Träger: Diakoniewerk Essen

So richtig wusste Katja Butterweck lange nicht, wohin die Reise beruflich gehen sollte. Schulpraktika hat sie allesamt in Büros absolviert, fand es dort auch ganz nett. Aber reicht nett als Berufung? Keine leichte Entscheidung. Um ihr Taschengeld aufzubessern, nahm sie einen Job in der Hauswirtschaft im Seniorenzentrum Margarethenhöhe des Diakoniewerks Essen an. Altenpflege war für sie bis dahin nie ein Thema gewesen. Doch der Umgang mit den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern machte ihr Spaß. Als Einrichtungsleiterin Bettina Mayer sie schließlich ansprach, ob sie sich nicht eine Ausbildung zur Altenpflegerin vorstellen könne, kam Katja Butterweck ernsthaft ins Grübeln.

Altenpflege ist ein Team-Job
Sie wagte den Schritt und hat ihn bis heute, vier Jahre nach Abschluss ihrer Ausbildung, nicht bereut. „Dieser Beruf passt zu mir. Hier muss ich mich nicht verstellen, sondern kann ich selbst sein.“ Schon die Ausbildung gefiel ihr. „Ich habe viel gelernt“, sagt sie, „und zwar sowohl in der Schule als auch vor Ort in den Einrichtungen.“ Theorie meets Praxis. Eine gute Mischung. „Gerade die Tipps und das Wissen der älteren, erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, haben mir sehr geholfen.“ Altenpflege ist ein Team-Job, die gegenseitige Unterstützung ist wichtig. Wie man zum Beispiel damit umgeht, wenn zu Pflegende einem mit körperlicher Abwehr und Beleidigungen begegnen, kann man nicht allein in der Schule lernen.

Auch das ist ein Grund dafür, warum Katja Butterweck sich zur Praxisanleiterin hat ausbilden lassen. „Ich will die Verbindung zum Nachwuchs halten.“ Das ist für sie ganz klar eine Gewinnsituation für beide Seiten. Die Auszubildenden werden während ihrer Praxiseinsätze verlässlich betreut und für die Einrichtung hat es über die Personalbeschaffung hinaus den Vorteil, immer weiter mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Entwicklungen konfrontiert zu werden.

Der Papierkram ist ein toller Ausgleich
Den Papierkram, über den viel geklagt wird, findet sie gar nicht so schlimm. So ein bisschen Bürojob steckt halt doch noch in ihr. „Pflegedokumentationen, Pflegeplanungen, Bestellungen, für mich ist das ein toller Ausgleich zur praktischen Arbeit“, sagt sie.  

Auch der Schichtarbeit kann sie positive Seiten abgewinnen. „So kann ich beispielsweise Arzttermine wahrnehmen, wenn die Praxen nicht so voll sind“, erzählt sie. Natürlich kollidieren Dienste immer mal wieder mit dem Privatleben. „Ich bin ein großer Familienmensch“, sagt die 26-Jährige. „Aber zum Glück arbeite ich in einem Team, wo es durchaus möglich ist, Dienste zu tauschen und das Bemühen vorherrscht, für alle einen guten Kompromiss zu finden.“  

Erfahrungen sammeln, die weiterhelfen
Ob sie sich Pflege bis zur Rente vorstellen kann? Da ist sie ganz ehrlich. „Ich habe großen Respekt vor den Kolleginnen und Kollegen, die das durchziehen. Ich persönlich möchte auf jeden Fall im pflegerischen Bereich bleiben, die direkte Pflege jedoch nicht bis zur Rente ausüben. Ich denke, einige Jahre Berufserfahrung zu sammeln, wird mir nicht schaden. Im Gegenteil: um höhere Positionen zu erwerben, sollte man auch wissen, wovon man spricht - und es gibt jede Menge Möglichkeiten sich weiterzubilden.“  

Glücksmomente während der Arbeit? Da gibt es viele, sagt Katja Butterweck. Für Menschen, die in eine Pflegeeinrichtung ziehen, fängt meistens der letzte Lebensabschnitt an. „Mir macht es einfach Freude zu sehen, dass sie auch hier noch glückliche Monate und Jahre mit uns verbringen können.“

Julia Fiedler/Diakonie Essen

 

Hier erfährst du das Wichtigste zum Beruf Altenpfleger/in

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