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Altenpfleger/in |

"In der Nachtschicht sind die Senioren gesprächiger"

Franziska wusste schon früh, dass sie Altenpflegerin werden wollte. Schön daran findet die 37-Jährige, dass die Senioren dankbar sind. Auch der Schichtdienst stört Franziska nicht, denn Gespräche mit den Bewohnern ergeben sich oft abends.

Name: Franziska Pfennig
Alter: 37
Ausbildung: Altenpflegerin
Arbeitgeber: Paritätisches Seniorenwohnen, Berlin
Position: Altenpflegerin




Was war deine Motivation, Altenpflegerin zu werden?

Die Idee hatte ich schon früh. Meine Mutter war Krankenschwester und für mich war klar, dass ich auch mit Menschen arbeiten wollte. Ich habe mich für die Pflege entschieden, weil Senioren sehr dankbar für die Unterstützung sind. Außerdem ist der Berufsalltag nicht so hektisch.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Einen typischen Tag gibt es nicht, ich stehe jeden Tag vor neuen Herausforderungen. Wenn ich Frühdienst habe, stehe ich um 5 Uhr auf. Um halb 7 beginnt die Arbeit mit der Übergabe und einem Kaffee. Zu meinen Aufgaben gehören Körperpflege und Hygiene, aber auch soziale Betreuung. Manchmal sitze ich einfach da und höre zu. Manche Bewohner möchten auch nur mal gedrückt werden. Daneben gibt es verschiedene Aktivitäten für die Senioren wie die Frühstücksgruppe, Rollator-Training, Gedächtnistraining oder Rollstuhlsport. Jeden Donnerstag können die Bewohner in einem Chor mitsingen und dabei merken einige in hohem Alter, dass sie erstaunlich gute Stimmen haben.

Warum sollen Schulabgänger/innen sich für den Beruf des/der Altenpflegers/in entscheiden?

Wer Lust hat, mit Menschen zu arbeiten, ist hier richtig. Viele denken, es gehe in der Altenpflege nur um körperliche Pflege. Das stimmt aber nicht, die Tätigkeiten sind sehr abwechslungsreich. Wir sind zum Beispiel auch Zuhörer und Seelsorger. Ich finde den Job auch nicht besonders stressig.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Hier! Das Unternehmen fördert mich und ich kann mir gut vorstellen, Zusatzqualifikationen zu machen und neue Aufgabenbereiche zu übernehmen. In Frage käme zum Beispiel eine Fortbildung zur Praxisanleiterin oder eine Weiterbildung im Wundmanagement.

Was ist bei deinem Beruf anstrengend?

Die Bewohner haben unterschiedliche Persönlichkeiten und ihre ganz besonderen Eigenheiten. Damit muss man umgehen können.

Was macht dir bei deinem Beruf am meisten Spaß?

Mir macht tatsächlich alles Spaß: Ich stehe gerne frühmorgens auf und komme hierher. Wenn die Bewohner lächeln, ist das der beste Dank für meine Arbeit. Auch der Schichtdienst stört mich nicht, ich finde die unterschiedlichen Arbeitszeiten sogar gut. Viele Bewohner sind zum Beispiel in der Spät- oder Nachschicht gesprächiger und aktiver als vormittags. Manchmal ist der Abend eine bessere Zeit, um Sorgen und Anliegen der Senioren zu besprechen. Ohne Schichtdienst würde ich das verpassen. 

Wie findest du die Balance zwischen Beruf und Freizeit?

Freizeit ist mir wichtig. Meine Familie und meine zwei Kinder haben absolute Priorität. Zum Glück bleibt dafür immer genug Zeit. Auch meine Freunde wissen, dass ich Schichtdienst habe und tolerieren das. Eine super Möglichkeit, den Kopf freizubekommen, ist das Fitnessstudio, in dem wir einen Mitarbeiterrabatt von unserem Unternehmen erhalten. Da kann ich mich nach der Arbeit oder an freien Tagen in der Sauna entspannen.

Interview: Birke Carolin Resch

Mehr Infos über Franziskas Arbeitgeber findest du hier.

Willst du auch dort arbeiten? Hier gehts zum Stellenangebot.

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