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Erzieher/in |

Wichtig ist, gut miteinander umzugehen

Christina war jahrelang Altenpflegerin, jetzt macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin. Die beiden Bereiche sind gar nicht so unterschiedlich, findet die 42-Jährige. Denn in beiden Berufen zählt vor allem der gute Umgang miteinander.

Name: Christina Biskupski
Alter: 42
Ausbildung: Erzieherin, 1. Ausbildungsjahr
Ausbildungsstätte: Evangelische Kita Neutempelhof, Berlin
Berufsfachschule: Campus Berufsbildung, Berlin


Was ist deine Motivation, Erzieherin zu werden?

Ich habe viele Jahre als Altenpflegerin gearbeitet, musste aber aus gesundheitlichen Gründen aufhören. Ich habe mich dann entschieden, einem Wunsch zu folgen, den ich schon lange hatte, und eine Ausbildung zur Erzieherin zu machen. Es macht mir viel Spaß, mit Kindern zusammen zu sein und ihnen etwas beizubringen.

Wie sieht dein Ausbildungsalltag aus?

Ich betreue gemeinsam mit einer Kollegin eine Kita-Gruppe mit 16 Kindern. Mein Arbeitstag beginnt um 8:30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück. Um 10:00 kommt meine Kollegin dazu. Mit den Kindern unternehmen wir jeden Tag etwas anderes und entscheiden oft spontan, was gerade passt. Wir haben verschiedene Angebote wie eine Werkstatt, eine Theater-AG, Backen und Yoga. Die Kinder können mitmachen oder alleine spielen, je nachdem, wie sie sich gerade fühlen. Wir überlegen auch, welche Themen die Kinder aktuell beschäftigen und versuchen, diese aufzugreifen. In der Weihnachtszeit basteln wie beispielsweise Adventskalender. Um 14:30 Uhr habe ich Feierabend.

Warum sollen Schulabgänger/innen sich für den Beruf des/der Erziehers/in entscheiden?

Die Arbeit mit Kindern ist schön, weil Kinder viel Positives zurückgeben. Das finde ich persönlich sehr unterstützend und motivierend. Der Beruf ist außerdem abwechslungsreich, es wird nie langweilig.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

In zehn Jahren möchte ich immer noch Erzieherin in der gleichen Kita sein.

Was ist dir anfangs schwergefallen?

Mir ist eigentlich kaum etwas schwergefallen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich selbst einen Sohn habe und auch vorher schon mal in einer Kita gearbeitet hatte. Natürlich gibt es Kinder, die manchmal ein bisschen schwierig sind, aber ich habe kein Problem damit, auf diese Kinder zuzugehen.

Was ist dir anfangs leichtgefallen?

Es ist mir von Anfang an gut gelungen, einen Zugang zu den Kindern und zum Team zu finden. Mein Sohn ist selbst hier zur Kita gegangen, deshalb kannte ich einige der Mitarbeitenden schon.

Wie war es für dich, als Quereinsteigerin einen neuen Beruf zu erlernen?

Das war für mich nicht besonders schwer. Ich hatte als Altenpflegerin auch mit dementen Senioren zu tun. Menschen mit Demenz verhalten sich oft ein bisschen wie Kinder, es gab also durchaus Überschneidungen. Ob nun Kinder oder Senioren, die Arbeit mit Menschen folgt immer ähnlichen Prinzipien. Wichtig ist, gut miteinander umzugehen.

Wie findest du die Balance zwischen Ausbildung und Freizeit?

Momentan habe ich wenig Zeit, weil ich neben meiner Ausbildung meinen Schwiegervater pflege. Diese Doppelbelastung wäre nicht machbar mit kleinen Kindern, aber mein Sohn ist zum Glück schon 15 Jahre alt. Zum Ausgleich kümmere ich mich um meine zwei Hunde oder nähe.

Interview: Birke Carolin Resch

Mehr Infos über die Berufsfachschule, die Christina besucht hat findest du hier.

Willst du auch dort arbeiten? Hier gehts zum Stellenangebot.

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