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Gesundheits- und Krankenpfleger/in |

„Ich will den Job seit der vierten Klasse machen“

Pflegeberufe brauchen dringend Nachwuchskräfte, sagt Darius Tygör. Azubis sollten die Ausbildung deshalb nicht vorschnell abbrechen.

Name: Darius Tygör
Alter: 18
Ausbildung: Integrierte Ausbildung zur Gesundheits-, Kranken-,  und Altenpflege
Ausbildungsstätte:
Havellandkliniken
Fachschule: Ausbildung Gesundheit und Pflege Havelland  

Was motiviert Dich dazu, Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger werden zu wollen?

Ich finde es klasse, Menschen zu helfen. Die Pflegebedürftigen sind dankbar, dass wir uns Zeit nehmen und diesen Beruf machen. Meine beiden Brüder sind auch in der Medizin. Einer ist in Hamburg stellvertretender Stationsleiter, der andere ist Physiotherapeut.

Wie sieht dein Ausbildungsalltag aus?

Unsere Schule beginnt um acht. Unsere Ausbildung ist darauf ausgelegt, dass wir uns das meiste selbst erarbeiten und unsere Ergebnisse hinterher mit dem Lehrer abgleichen. Wir gucken uns zum Beispiel einen Oberschenkelhalsbruch nach einem Sturz an und erarbeiten dann eine Therapie und gehen die Anatomie des Knochens durch.

Warum sollten sich Schulabgänger für deinen Beruf entscheiden?

Es sollte jeder selber wissen, was er will. Ich weiß schon seit der vierten Klasse, dass ich diesen Job machen will. Es ist wichtig, dass in dem Beruf Nachwuchs kommt. In zwanzig Jahren wird es sonst mehr ältere Menschen geben, als wir pflegen können. Die Pflege wir schlechter beschrieben, als sie ist. Man sollte es sich angucken und nicht schon nach zwei Wochen aufgeben.

Wo siehst Du Dich in zehn Jahren?

Hoffentlich bin ich dann examinierte Fachkraft. Ich will erst einmal der älteren Generation etwas zurückgeben. Es kann aber auch sein, dass ich bis dahin etwas ganz anderes mache. Darüber mache ich mir noch keine großen Gedanken.

Was ist Dir anfangs schwergefallen?

Mir fiel das frühe Aufstehen schwer. Wir fangen um sechs an, deshalb muss ich um fünf aufstehen. Ich bin eigentlich ein Langschläfer. Der Körperkontakt mit Patienten, das Windeln Wechseln und Waschen waren anfangs auch nicht leicht. Aber daran gewöhnt man sich.

Was ist Dir leichtgefallen?

Ich habe mich ziemlich schnell ins Team integriert. Ich verstehe viele Dinge auch ziemlich schnell.

Wo liegen deine Stärken?

Ich bin ehrgeizig und teamfähig. Außerdem habe ich viel Verständnis und bin diskussionsfreudig. Ich sage, was ich denke.

Was hast du vor deiner Ausbildung gemacht?

Ich bin zehn Jahre zur Schule gegangen und habe mich dann als Krankenpfleger beworben. Ich kam aber erst mal für ein Jahr in die Krankenpflegehelferklasse, weil ich noch sehr jung war. Danach bin ich direkt in die Krankenpflegerausbildung gegangen.

Wie läuft bei euch die Teamarbeit ab?

Daneben arbeiten wir auf verschiedenen Stationen. Die meisten Teams dort kennen sich schon sehr lange, deswegen müssen wir uns anpassen. Wir helfen uns untereinander so gut wir können. Meistens wurde ich da positiv überrascht.

Kannst du deine Freizeit ausreichend planen?

Hobbys und Freunde hängen ein bisschen von der Schicht ab. Nach Nachtschichten geht das eher nicht. Ich trainiere aber nebenbei Kampfsport, spiele Bass in einer Punkrockband und fahre zu Fußballspielen. Die Dienstpläne lassen sich tauschen. Es wäre schön wenn Dienstplanänderungen länger im Voraus angegeben werden würden. Ich kann aber bei der Ausbildungsbeauftragten wichtige Termine sperren lassen.

Mehr Informationen zu Darius' Arbeitgeber findest du hier.

Willst du auch dort arbeiten? Hier findest du das Stellenangebot.

 

 

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