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Ergotherapeut/in |

Authentisch sein und motivieren

Ellen Druwe wollte etwas mit Menschen machen, ohne sich zu sehr auf eine Tätigkeit festlegen zu müssen. Mit einer Ausbildung zur Ergotherapeutin hat sie gefunden, was sie gesucht hat. „Der Beruf ist noch so jung, dass man vieles mitgestalten kann“, sagt sie im Gespräch mit dem Ausbildungskompass.

Name: Ellen Druwe
Alter: 38
Beruf: Ergotherapeutin
Arbeitgeber: Zuverdienstwerkstatt für psychisch erkrankte Menschen in Berlin-Neukölln
Träger: Unionhilfswerk
Ausbildungsstätte: Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
Ausbildungsabschluss: 2014

 

Was war deine Motivation Ergotherapeutin zu werden?

Mich hat die Vielfalt des Berufs motiviert. Ich empfinde die ergotherapeutischen Ansätze, dass zum Beispiel jeder Mensch tätig sein möchte und empathisch zur Welt kommt, sehr nachvollziehbar. Darin finde ich mich wieder.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich arbeite in einer Zuverdienstwerkstatt für psychisch erkrankte Menschen in Berlin-Neukölln beim Unionhilfswerk, das ist ein freigemeinnütziger Träger. Ich leite die Beschäftigten dort arbeitstherapeutisch an. Wir haben einen Lettershop, in dem wir Briefsendungen für externe Kunden bearbeiten, eine Holzwerkstatt sowie eine Textilwerkstatt. Dort fertigen wir eigene Produkte an, die von den Beschäftigten selbst auf Märkten und auch im Internet verkauft werden.

Warum sollen Schulabgänger/innen sich für den Beruf des Ergotherapeuten/der Ergotherapeutin entscheiden?

Der Beruf des Ergotherapeuten ist in meinen Augen eine sehr gute Grundlage, im medizinischen und sozialen Bereich zu arbeiten. Wenn ich als Schulabgänger noch nicht so genau weiß, was ich werden möchte, kann ich mit der Ergotherapie gleich mehrere Berufe in einem wählen: Kinder-Therapeut, Motivations-Therapeut, Therapeut für alte Menschen, für seelisch Kranke, Hand-Therapeut, Einkaufs-Helfer und Lebens-Helfer und ganz vieles mehr. Auch ist es toll, dass der Beruf noch so jung ist und man ganz viel mitgestalten kann,  zum Beispiel Hilfsmittel entwerfen oder auch theoretische Modelle entwickeln. Beides kann Menschen helfen, selbständiger und dadurch zufriedener zu leben, auch wenn sie große Einschränkungen haben. Voraussetzung für den Beruf ist, gerne mit Menschen zusammenzuarbeiten und auch ein Team-Worker zu sein.

Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Ich würde gerne mehr auf Dinge aufmerksam, die in unserem Systemen noch fehlen. Außerdem möchte ich die Arbeit mit unseren Klienten und Patienten noch nachhaltiger gestalten, gemeinsam Denkprozesse anstoßen, mich weiter entwickeln und dabei unbedingt authentisch und aufmerksam bleiben.

Was ist dir anfangs schwergefallen? Was ist bei deinem Beruf anstrengend?

Zu begreifen, dass Menschen sehr unterschiedlich sind. Man kann noch so viele ergotherapeutische Modelle kennen und versuchen anzuwenden, wenn man sich nicht auf den jeweiligen Menschen einlässt, kann man nicht gewinnen. Die Klienten entscheidet, was für sie wichtig ist und nicht ich. Wenn sie sich nicht äußern können, ist es meine Aufgabe, den Wunsch herauszufinden.

Was ist dir anfangs leichtgefallen? Was macht dir bei deinem Beruf am meisten Spaß?

Authentisch zu sein und zu motivieren, ist mir stets leicht gefallen. Am liebsten sehe ich, wenn die Klienten bei der Arbeit und in der Gemeinschaft Freude empfinden und diese auch zum Ausdruck bringen können. Wenn ich Menschen helfen kann, herauszufinden, was sie selber möchten und sie bei der Ausführung unterstütze, macht mich das sehr froh.

 

Hier erfährst du das Wichtigste zum Beruf Ergotherapeuten/in
Auf einen Blick

 

 

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