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Bewerbungstipp |

Wertschätzender Umgang mit pflegebedürftigen Menschen ist wichtig

Bei einer Bewerbung achtet Michael Brantzko besonders auf unentschuldigte Fehltage, Verspätungen und die Einschätzung zum Sozialverhalten.

 

Michael Brantzko, Praxis- und Ausbildungskoordinator des Pflegewohnzentrums Kaulsdorf Nord

Note in Deutsch ist uns wichtig

Bei einer Bewerbung achten wir besonders auf unentschuldigte Fehltage, Verspätungen und die Einschätzung zum Sozialverhalten. Zudem ist uns die Note in Deutsch im Zeugnis wichtig. Auch schauen wir: In welchem sozialen Setting war der Bewerber/die Bewerberin für wie lange tätig und welche Erfahrungen bringt er/sie mit. Wechselt er/sie oft den Arbeitsplatz oder gab es eine gewisse Kontinuität? Wurden Fort- und Weiterbildungen oder auch arbeitsmarktintegrierenden Maßnahmen abgebrochen oder hat der Bewerber/die Bewerberin das Durchhaltevermögen, solche Weiterbildungen zu beenden?

Erfahrung in sozialen Settings

Bewerber und Bewerberinnen sollten ihrer Bewerbung deshalb Belege beizufügen, die die Sozialkompetenz widerspiegeln, zum Beispiel Praktikumsbeurteilungen oder Tätigkeitseinschätzungen beziehungsweise Zeugnisse. Auch sollten sie angeben, was sie an dem Beruf in der Pflege schätzen, was sie darunter verstehen und wie sie sich die Zeit während und nach der Ausbildung vorstellen. Dazu sollten sie Erfahrungen in sozialen Settings, die sie zum Beispiel im Rahmen von Praktika, Familie, Freunden gesammelt haben, einbeziehen und bewerten, inwieweit die Arbeit mit – zum Teil pflegebedürftigen – Menschen langfristig vorstellbar ist – inklusive Arbeit im Schichtsystem an Wochenenden und Feiertagen. Auch sollten sie sich grundlegende Informationen zum Berufsfeld einholen, die ein reales Abbild des Pflegalltags darstellen und sich über Karrierewege und Perspektiven als auch die unterschiedlichen Settings – stationäre Einrichtung, ambulanter Pflegedienst, Reha, Krankenhaus – informieren beziehungsweise Fragen dazu im Vorstellungsgespräch anbringen.

Wichtig sind uns vor allem:

  • Liebe zum Beruf
  • Empathie, Authentizität und Offenheit
  • wertschätzender und respektvoller O-Ton pflegebedürftigen Menschen gegenüber

No-Gos sind:

  • Zahlreiche Verspätungen und/oder unentschuldigte Fehlzeiten
  • Zahlreiche Abbrüche von Qualifizierungsmaßnahmen und/oder häufiger Arbeitsplatzwechsel
  • Leerlaufzeiten im Lebenslauf und sich über Monate hinziehende Aussagen wie „aktiv arbeitssuchend“
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