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Notfallsanitäter/in |

Man kann sich ständig weiterentwickeln

Ingo Welz, 55, ist Fachbereichsleiter Einsatzdienste im Landesverband Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe und damit verantwortlich für den Rettungsdienst, den Fahrdienst, den Katastrophenschutz und die Ausbildung. Begonnen hat seine Karriere vor 25 Jahren – mit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter.

 

Name: Ingo Welz

Alter: 55

Ausbildung: Rettungssanitäter

Arbeitgeber: Johanniter Unfall Hilfe 

Wie kamen Sie zu den Johannitern?

In der DDR war ich ursprünglich Agraringenieur, hatte in diesem Bereich nach der Wende jedoch wenig Chancen auf einen festen Job. Eines Tages gab es da eine Anzeige der Johanniter in der Lausitzer Rundschau. Gesucht wurde ein Rettungsdienstmitarbeiter. Und weil ich vor dem Ingenieurstudium eine Ausbildung zum Facharbeiter für Krankenpflege absolviert hatte, bewarb ich mich – und wurde genommen.

Beim Rettungssanitäter ist es aber nicht geblieben?

Nein, nachdem ist 1991 den Rettungssanitäter gemacht hatte, wurde ich 1994 Rettungsassistent. Parallel qualifizierte ich mich als Ausbilder und leitete zuerst Erste-Hilfe-Kurse, später bildete ich selbst Notfallmediziner aus. 1998 wurde ich dann Wachleiter in Cottbus, 2002 Leiter Rettungsdienst aller Wachen in Cottbus und im Landkreis Dahme-Spree. 2010 wurde ich Bereichsleiter Rettungsdienst, Ausbildung und Katastrophenschutz und damit Assistent des Regionalvorstands. Heute bin ich Fachbereichsleiter Einsatzdienste im Landesverband Berlin/Brandenburg.

Und über all diese Stationen waren Sie der Johanniter-Unfall- Hilfe treu?

Ja, denn die Johanniter schauen bei der Besetzung von Führungspositionen erst mal auf die eigenen Leute. Das war nicht nur bei mir so, ich kenne viele Mitarbeiter im gesamten Bundesgebiet, die auf diese Art und Weise ‚groß’ geworden sind bei den Johannitern. Wer einen Schritt nach dem anderen nimmt und sich immer weiter bildet, kann die Karriereleiter entspannt erklimmen.

Was braucht es dafür?

Motivation, Neugier, Fleiß – und man muss immer die Augen offenhalten und die Möglichkeiten ergreifen, die sich bieten. Dann kann man es weit bringen im sozialen Bereich. Wann immer sich mir eine Fortbildung bot, griff ich zu; jede neue Chance habe ich genutzt. Es ist ganz wichtig, sich weiterzuentwickeln, nicht stehen zu bleiben. Sonst wird auch der beste Beruf langweilig.

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