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Altenpfleger/in |

Ein gutes Gespür für Menschen

Sarah Namutebi, 23 Jahre alt, ist 2015 aus Uganda geflohen. In ihrer Heimat hatte sie begonnen Journalismus zu studieren. In Deutschland entschied sie sich dann für eine Ausbildung in der Altenpflege. Sarah berichtet hier über ihren Weg.



Name:
Sarah Namutebi

Alter:  23 Jahre

Beruf: Altenpflegerin

Ausbildungsstätte
Katharinenhof City West   


Seit wann bist du in Deutschland?
Nachdem ich mein Heimatland Uganda wegen der politischen Situation 2015 verlassen musste, lebe ich in Deutschland. Im Januar 2015 bin ich mit dem Flugzeug von Uganda in die Türkei geflogen und habe dort sechs Monate gelebt. Danach bin ich mit dem Boot über das Mittelmeer nach Griechenland gefahren, weiter über Ungarn und im November 2015 bin ich in München angekommen.

Wie bist du auf diese Stiftung aufmerksam geworden?
Ich habe bei einer Zugfahrt die Tochter meiner jetzigen Mentorin kennengelernt und meine Mentorin hat mich auf die Deutschlandstiftung Integration aufmerksam gemacht. So habe ich mich bei dem Programm GEH DEINEN WEG für ein zweijähriges Stipendium beworben und nach einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch wurde ich im Januar 2016 in das Förderprogramm aufgenommen. Die Förderung innerhalb des Stipendien- und Mentoren-Programms ist ausschließlich ideeller Art.

Wie bist du auf die Pflegeeinrichtung KATHARINENHOF CITY WEST aufmerksam geworden?
Meine Mentorin wohnt im Berliner Kiez Charlottenburg und kannte den KATHARINENHOF CITY WEST. Durch sie habe ich mich im September 2016 hier für die Ausbildung zur Pflegefachkraft beworben und meine Ausbildung im Oktober 2016 begonnen.

Welche Qualifikationen bringst du aus Uganda mit?
Ich habe 2012 mein Abitur abgeschlossen und 2013 angefangen, an der Universität Journalismus zu studieren. Leider musste ich mein begonnenes Studium in Uganda wegen der politischen Situation abbrechen.

Warum hast du dich für einen Beruf in der Altenpflege entschieden?
Ich wollte erst einmal die deutsche Sprache erlernen und habe einen Deutschintensivkurs an der German Language School Berlin von Januar bis September 2016 absolviert. Da ich zwar schon ganz gut Deutsch spreche, jedoch in absehbarer Zeit nicht so schnell im Bereich des deutschen Journalismus tätig werde, habe ich begonnen, über andere Möglichkeiten meiner beruflichen Zukunft nachzudenken. Ich interessiere mich für Menschen und ihre Geschichten, habe ein gutes Gespür für ihre Bedürfnisse. Ich mag es, wenn andere Menschen um mich herum glücklich sind und ich denke, dass ich dazu beitragen kann, dass sich jemand in meiner Umgebung gut fühlt. Daher habe ich mich mit Unterstützung meiner Mentorin für die Altenpflege entschieden.

Über die Deutschlandstiftung Integration
Deutschland hat in den letzten Jahren viele Flüchtlinge aus Krisengebiete aufgenommen. Die Deutschlandstiftung Integration hat einen Beitrag zu diesem Willkommensprozess geleistet. Sie setzt sich für die Chancengleichheit von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland ein. Gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe sind Grundlagen für erfolgreiche Integration. Im Jahr 2016 hat die Stiftung erstmals 10 Prozent Flüchtlinge in das Stipendien- und Mentoren-Programm „Geh deinen Weg“ aufgenommen. Die Zielgruppe sind junge Flüchtlinge zwischen 18 und 29 Jahren, die 2015 und 2016 in Deutschland angekommen sind. Die Stipendiaten müssen aus einem Herkunftsland mit einer hohen Anerkennungsrate, wie Syrien, Afghanistan, Iran, Eritrea oder Uganda kommen. Somit besteht die Aussicht, dass die Person für mindestens zwei Jahre in Deutschland bleiben kann bzw. eine permanente Residenz angestrebt wird und so eine nachhaltige Förderung gewährleistet werden kann.

Hier erfährst du das Wichtigste zum Beruf Altenpfleger/in

Auf einen Blick

 

 

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